Linz Gruppenfoto Cindy ShermanDie 5. und 6. Klassen des Stiftsgymnasiums kamen in einer Exkursion in den Genuss einer Exkursion mit Andy Warhol, Roy Lichtenstein und anderen Größen der Kunstszene. Von diesem spannenden Ausflug berichtet Sophie Windhager (5B). Schließlich müssen sich die gesichteten Werke noch der Kritik der geschulten Augen von Leonie Hirtenlehner und Leonie Schmidbauer (5B) stellen.

Am 7. Jänner 2020 machten die sechsten Klassen und wir, die fünften Klassen, unter der Leitung von Prof. Armin Falkner, Prof. Helga Rumpl und Prof. Inge Zehetner eine Exkursion nach Linz. Wir besuchten dort zwei bekannte Ausstellungshäuser: Das Schlossmuseum und die Landesgalerie. Dabei konnten wir Interessantes über die Kunstschaffenden der „BOHÈME“ sowie Spannendes über amerikanische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts erfahren.

Zuerst besuchten wir die Landesgalerie: Diese ist das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Linz und hat ihren Schwerpunkt im Bereich Fotografie. Wir wurden durch die Ausstellung „LA BOHÈME. Toulouse-Lautrec und die Meister vom Montmartre“ geführt, welche im Oktober 2019 eröffnet wurde. Sie spezialisiert sich auf Plakate und Werbungen. In dieser Ausstellung wurde besonders Henri de Toulouse-Lautrec hervorgehoben. Er lebte Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich und stammte aus einer adeligen Familie. Schon als kleines Kind malte er gerne und aufgrund seiner Krankheit widmete er sich der Malerei und Kunst, da er unter anderem von vielen sozialen Aktivitäten ausgeschlossen war. Henri trat in sämtliche Ateliers ein, in denen er von anderen inspiriert wurde. Der japanische Holzschnitt beeinflusste ihn und prägte seinen Stil. Später mietete er selbst ein Atelier, welches sein Leben in eine andere Richtung lenkte. Seine Werke widerspiegeln mit realistischen Darstellungen sein Leben: Er porträtierte in seinen Plakaten die Persönlichkeiten der französischen Belle Époque ("schöne Epoche"). Er war Grafiker und Maler und gehörte zu den Künstlern des Post-Impressionismus. Meist verwendete er die Technik der Lithografie. Er wurde durch seine kunstvollen Plakate für das Pariser Varieté Moulin Rouge bekannt.

Linz Gruppenfoto Warhol AusstellungNach dem Besuch in der Landesgalerie wurde uns Schülerinnen und Schülern im Schlossmuseum ein Einblick in die amerikanische Kunst gegeben. Wir wurden durch die Ausstellung „Andy Warhol bis Cindy Sherman: Amerikanische Kunst aus der Albertina“ geführt. Sie verdeutlicht die Vorstellung von Wirklichkeit und Wahrheit sowie Tatsachen und Fake News. Ein wichtiger Künstler war Andy Warhol, der die amerikanische Kunst sehr geprägt hat. Er lebte im 20. Jahrhundert und wuchs in einer armen Bauernfamilie in den USA auf. Er begann Comics zu lesen und entdeckte so die Leidenschaft für die Kunst. Deshalb studierte er Gebrauchsgrafik und erhielt einen Abschluss in den Fächern Malerei und Design. Weil New York zu dieser Zeit das Zentrum der modernen Kunst war, zog er dorthin, um sich der Kunst zu widmen. Er lebte zunächst von gelegentlichen Jobs als Grafiker und Dekorateur, weshalb die bildende Kunst anfangs nur eine Nebenbeschäftigung war. Warhol verwendete damals Tinte und Tusche zum Zeichnen von Motiven und Porträts. Mit Löschpapier übertrug er diese Malerei auf neues Papier. Dadurch entdeckte Warhol den Siebdruck und somit ein neues Design. Später schuf er schlichte Porträts in dieser Technik. Dafür sammelte er Bilder, fügte sie zusammen und erfand so die „Pop-Art“. Es entstanden sehr berühmte Werke und er wurde als Künstler bekannt. Daraufhin gründete er einige Ateliers. Auch heute noch kennt man Andy Warhol als berühmten Maler, Fotografen und Filmemacher. Er hat durch sein Wirken die amerikanische Kunst stark beeinflusst.

Ich fand beide Ausstellungen sehr interessant gestaltet, jedoch hat mir persönlich die Ausstellung im Schlossmuseum etwas besser gefallen. Schon das Gebäude und die moderne Architektur und Ausstellungsgestaltung haben mich mehr angesprochen. Die Themen und Künstler haben mich sehr interessiert, die Führerin hat uns die Werke sehr gut präsentiert und auch Interaktives angeboten. Wir konnten selbst Informationen über Andy Warhol herausfinden, die Technik von Roy Lichtenstein ausprobieren und vieles mehr. Zusammenfassend war es eine tolle Exkursion.

Sophie Windhager, 5B

 

Leonie Hirtenlehner, 5B, findet besonders die Geschichten hinter den Kunstwerken spannend:

"Mir gefiel ein Werk von Alfons Mucha sehr gut. Es war ein Veranstaltungsplakat für ein Theaterstück, welches die zu dieser Zeit bekannteste westliche Schauspielerin Sarah Bernhardt darstellte. Jegliche davon öffentlich ausgehängten Exemplare wurden innerhalb kürzester Zeit gestohlen und dieses Werk machte ihn zu einem der begehrtesten Plakatkünstler des Jugendstils. Die Druckmöglichkeiten zu Beginn des 20. Jahrhunderts unterschieden sich doch sehr von den heutigen Methoden. Die Bilder von Andy Warhol empfand ich daher zeitgemäßer, was jedoch einen angenehmen Kontrast zwischen den beiden Ausstellungen bot. Die Werke wurden sehr gut präsentiert, erklärt und ausführlich beschrieben und durch interaktives Mitarbeiten noch interessanter gestaltet. Ebenso gut gewählt waren meiner Meinung nach die Themen."

 

Leonie Schmidbauer, 5B, kann sowohl der europäischen als auch der amerikanischen Seite der Kunstszene etwas abgewinnen:

"Die gesamte Exkursion war sehr interessant und informativ. Besonders gefallen hat mir die zweite Ausstellung – Amerikanische Kunst von Warhol bis Cindy Sherman, weil sie meiner Meinung nach aussagekräftiger ist und mehr in der Welt bewirkt. Am besten fand ich die Fotografien von Gregory Crewdson, weil sie einem Freiraum für die eigene Kreativität gegeben haben. Dennoch war ich sehr fasziniert von der ersten Ausstellung – La Bohème. Toulouse-Lautrec und die Meister vom Montmartre. Zu den damaligen Techniken muss ich sagen, dass ich beeindruckt bin, weshalb man früher mit solch schweren und zeitaufwendigen Drucktechniken nicht die Lust an der Kunst verloren hat. Zusammenfassend war es ein sehr spannender Ausflug."

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